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Hundetrainer, wie kam ich dazu?

1997 erfüllte ich mir nach langem Warten einen großen Wunsch - meinen eigenen Hund. Am 30.April '97 kam"Moritz" ins Haus, 9 Wochen alt. Etwas Ahnung von Hundeerziehung hatte ich bis dato schon aber echtes Wissen? - nein. Das wurde mir schnell klar nachdem ich die ersten zwei Bücher gelesen hatte, die zudem in manchen Punkten sehr widersprüchlich waren. Es wurden also weitere Bücher angeschafft. Inzwischen fasziniert von der Materie Hund verschlang ich regelrecht alles, was an Fachliteratur auf dem Büchermarkt zu finden war.
Die Hundeschule besuchten wir natürlich auch schon eine geraume Zeit. Moritz war inzwischen 13 Monate alt und war zur Begleithundeprüfung gemeldet.
Begleithundeprüfung - ein Wendepunkt in meinem Leben.
Diese Prüfung beinhaltet auch eine Verkehrsprüfung. Bei dieser Verkehrsprüfung zeigte mein Hund Ängste: er weigerte sich strikt eine Feuertreppe im Parkhaus zu betreten. Er erschrak in einer Unterführung als ein LKW Luft ausstieß und er ging mit abgeknickten Läufen über einen offenen Steg unter dem Wasser floß. Im Anschluß an diese Teilprüfung wurde mir mitgeteilt: Ihr Hund ist "hochgradig verhaltensgestört". Ich war platt; war ich doch bis zu diesem Zeitpunkt überzeugt, einen zwar etwas (situationsbedingt) unsicheren, aber trotzdem einen wilden, lieblich frechen Hund zu haben: kurzum einen "normalen"! Ich brauchte tatsächlich einige Tage um mich zu sammeln. Dann packte mich der Ehrgeiz - ich wollte es genau wissen. Über Fachseminare, aber hauptsächlich über die Arbeit mit Hunden, deren Halter mir in dieser Zeit bereits ihr Vertrauen schenkten, erwarb ich enorm wichtige Erkenntnisse. 1999 gründete ich meine eigene Hundeschule. Seitdem stell ich immer wieder fest, Hunde geben uns die Möglichkeit, Wissen zu erfahren wie es NIEMAND ANDERER je vermitteln kann.
Ständige Fortbildung in Theorie und Praxis ist ein MUSS und für mich selbstverständlich.
Das erworbene Wissen und die Erfahrungswerte an Sie weiter zu geben sehe ich als meine Aufgabe.
Jutta Schmid
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